Bündner
Wolle

DIE WUNDERFASER VOM BAUERN NEBENAN

Berghänge und Alpenwiesen sind die Heimat unserer Bündner Schafe. Sie werden von engagierten Bauern gehegt und gepflegt. 

Von Chur aus Richtung Oberalp, sammeln die Schafbauern auf dem Dorfplatz in Disentis zwei Mal im Jahr die Wolle ihrer Schafe, darunter viele Kleinbauern mit einer Handvoll Tieren sowie einige grössere Betriebe mit mehr als 100 Schafen.

VERWENDEN STATT VERBRENNEN

In der Schweiz leben rund 350’000 bis 400’000 Schafe, die jedes Jahr bis zu 700 Tonnen Wolle liefern. Ein grosser Teil davon landet jedoch in der Verbrennung – ein energieintensiver Unsinn, da Wolle erst ab 580 °C brennt.

Wir geben dieser natürlichen, nachwachsenden Ressource den Wert zurück und nutzen ihre hervorragende Wärme in unseren Produkten. 

Einst als Abfall angesehen, ist die Nutzung der lokal verfügbaren Wolle als hochfunktionales Fleece ist ein Beispiel dafür, wie Nebenprodukte der Tierhaltung sinnvoll genutzt werden können.

HIGHTECH AUS DEN ALPEN

Weich, leicht und klimaregulierend: Unsere Wolle sorgt für ein angenehmes Körperklima und verhindert selbst bei intensiven Aktivitäten unangenehme Gerüche. Ihre funktionalen Eigenschaften schätzen Outdoor-Profis ebenso wie Freizeitsportler. Ein hochwertiger Ersatz zur fragwürdigen Daunen- oder Kunstfaserfüllung. 

Wolle im Vergleich mit Daune
Daunen bieten eine aussergewöhnliche Bauschkraft und Isolierung bei geringem Gewicht, sind jedoch empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und verlieren ihre Isolierfähigkeit, wenn sie nass werden.

Auf der anderen Seite ist Wolle eine bemerkenswert leistungsfähige Klimaanlage. Nicht ganz so bauschfähig wie die Daune hat sie jedoch Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen, zu regulieren und sogar im nassen Zustand zu isolieren.

WIE DIE WOLLE IN DEINE
JACKE KOMMT

Lange galt unbehandelte Wolle als ungeeignet – beim Waschen verfilzte sie zu einem Klumpen und konnte nicht als Isolationsmaterial genutzt werden. Dank eines nachhaltigen Verfahrens von Baur Vliesstoffe lässt sich die Wolle heute zu einem waschbaren Vlies verarbeiten – ideal für funktionale Outdoorbekleidung. Wie aus Schafwolle unser Isolationsvlies entsteht, zeigen wir dir Schritt für Schritt:

1. SCHUR

Ein- bis zweimal pro Jahr werden die Schafe geschoren – im Frühling und im Herbst. Eine erleichternde und notwendige Massnahme um das Wohlbefinden der Schafe zu gewährleisten.

2. SAMMLUNG

Die frisch geschorene Wolle wird zu Sammelstellen gebracht, nach Farbe und Qualität sortiert und zu Ballen gepresst.

Die Wollpresse, eine Schweizer Erfindung von Marcus Berther aus Disentis, hat die Wollverarbeitung nachhaltig revolutioniert und den Transport der Wolle platzsparend und effizient gemacht. 

3. SORTIERUNG

Die Rohwolle wird in verschiedene Qualitäten aufgeteilt. Feine, weiche Fasern eignen sich am besten für Bekleidung.

4. WASCHEN

Die Wolle wird in einer spezialisierten Wollwäscherei in Belgien gewaschen, damit Fett (Lanolin), Schweiss und Schmutz verschwinden. Danach bleibt eine saubere, flauschige Faser zurück.

Die Wollwäscherei in Belgien gehört zu den wenigen in Europa, die auf umweltfreundliche Verfahren setzen und auch grosse Mengen Wolle effizient und schonend verarbeiten können.

5. AUFBEREITEN UND VERFESTIGEN

Bei Baur Vliesstoffe in Deutschland kümmern sich dann rund 60 erfahrene Mitarbeiter um die Produktion der Faserfüllung.

Die Fasern werden aufgelockert, gemischt und gekämmt. Daraus entsteht ein gleichmässiger Wollflor, der wie ein Wattevlies aussieht. Damit er stabil bleibt, wird er mechanisch verfilzt und mit Schmelzfasern fixiert – so entsteht ein haltbares, voluminöses Isolationsmaterial.

6. AUSRÜSTEN UND KONFEKTION

Zum Schluss erhält das Vlies eine Behandlung gegen Verfilzen und für bessere Waschbarkeit. Danach wird es als Rollenware in Jacken oder Westen verarbeitet.

SWISS MADE CHAMPION

Einzigartig wird diese Jacke nicht nur durch die Wolle aus der Region. Auch der Aussenstoff entsteht im Appenzell, bevor im Aargau alles sorgfältig zusammengenäht wird. 100% Swiss Made, von der Faser bis zur fertigen Jacke. Mehr Heimat, mehr Verantwortung – geht nicht.

Häufig gestellte Fragen

Warum setzt ROTAUF auf Bündner Wolle® und was ist der Unterschied von Daune zu Schafwolle?

Daune bietet eine sehr hohe Wärmeleistung bei geringem Gewicht. Wird sie jedoch feucht, verliert sie einen grossen Teil ihrer Isolationswirkung und benötigt länger zum Trocknen.

Schafwolle verhält sich anders: Sie isoliert auch dann zuverlässig, wenn sie Feuchtigkeit aufnimmt, reguliert das Körperklima auf natürliche Weise und kann Wasserdampf aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen. Gerade bei wechselhaftem Wetter oder bewegungsintensiven Touren ist das ein grosser Vorteil.

Für die Insulation 90 verwendet ROTAUF Bündner Wolle® – Schafwolle aus Graubünden, verarbeitet zu einer leistungsfähigen Isolierung. Sie verbindet natürliche Wärmeleistung mit hoher Funktionalität und trägt gleichzeitig dazu bei, eine regionale Ressource sinnvoll zu nutzen.

Ist Schafwolle wärmer als Daune?
Bei gleichem Gewicht erreicht hochwertige Daune meist eine höhere maximale Wärmeleistung.
Schafwolle überzeugt dafür mit anderen Eigenschaften: Sie bleibt auch in feuchtem Zustand funktional, gleicht Temperaturschwankungen besser aus und sorgt für ein angenehmes Körperklima.

Welche Isolierung die bessere Wahl ist, hängt deshalb vor allem vom Einsatzbereich ab.

Warum setzt ROTAUF auf Schafwolle als Isolationsmaterial?
Wir setzen auf Schafwolle, weil wir die Herkunft unseres Isolationsmaterials nachvollziehen können. Unsere Bündner Wolle® stammt von Schafen aus Graubünden und wird in der Schweiz verarbeitet. So wissen wir, woher das Material kommt und können die Wege vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt transparent machen.

Auch beim Tierwohl bietet Schafwolle für uns Vorteile. Wolle ist ein wertvolles Nebenprodukt der Schafhaltung: Die Schafe werden für die Wollgewinnung geschoren und die Wolle wächst natürlich nach. Bei unseren Produkten verwenden wir Wolle von Schweizer Schafen und legen Wert auf nachvollziehbare und verantwortungsvolle Herkunft.

Bei Daune ist die Lieferkette deutlich komplexer. Sie stammt meist aus internationalen Lieferketten und fällt als Nebenprodukt der Fleischproduktion an. Zwar gibt es Standards, die Tierwohl und Rückverfolgbarkeit verbessern, die Herkunft und die Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette sind für Konsumentinnen und Konsumenten aber oft weniger direkt nachvollziehbar.

Wir sind von den Eigenschaften der Schafwolle überzeugt. Gerade beim aktiven Einsatz in den Bergen spielt sie ihre Stärken aus und bietet für uns klare Vorteile gegenüber Daune. Ein passenderes Isolationsmaterial können wir uns kaum vorstellen.
Zudem wissen wir woher es kommt, wie es gewonnen wird und wie transparent seine Herkunft ist. Mit Schafwolle nutzen wir gleichzeitig einen regionalen Rohstoff, der sonst verbrannt wird.

Welche Vorteile bietet Bündner Wolle als Isolationsmaterial?

Schurwolle bietet mehrere Eigenschaften, die sie für den Einsatz in den Bergen besonders geeignet machen:

  • Isoliert auch bei Feuchtigkeit.
  • Reguliert Temperatur und Feuchtigkeit auf natürliche Weise.
  • Nimmt Gerüche deutlich weniger an als viele synthetische Materialien.
  • Nachwachsender Rohstoff aus Graubünden.
  • Angenehmes Körperklima bei wechselnden Temperaturen.

Dadurch eignet sich die Isolierung sowohl für schweisstreibende Aufstiege als auch für Pausen oder kalte Gipfelmomente.

Woher kommt die Wolle genau?

Von Schafen aus Graubünden. Schweizer Schafwolle galt lange als Abfallprodukt und wurde oft entsorgt, weil sich die Verarbeitung nicht lohnte. Wir lassen sie zu hochwertigem Isolationsvlies verarbeiten, so entsteht regionale Wertschöpfung – und du weisst, woher deine Wärme kommt.

Was ist der Unterschied zwischen Insulation 90 und Swiss Insulation?

Beide sind mit Bündner Wolle® isoliert und schadstofffrei. Die Insulation 90 Linie wird fair in Europa gefertigt und hat einen dehnbaren Aussenstoff – ideal für Bewegung am Berg.

Die Swiss Insulation Linie wird zu 100 % in der Schweiz genäht, bei der Wimo AG in Rothrist. Maximale Regionalität hat ihren Preis – die Wahl liegt bei dir, ein Kompromiss ist keine von beiden.

Rotcast

Marcus Berther

Herr der Schafe

Unsere flauschigen Wollproduzenten sind auf Bio-Bauernhöfen in Kleinbetrieben in der Region Disentis GR Zuhause und verbringen den Sommer auf der Alp. In einem spannenden Podcast über das Bauerndasein und das Schafsleben erzählt uns Kleinbauer Marcus Berther.