Häufige Fragen zu Swiss Insulation, Jacket Hood Men Darkblue
Warum setzt ROTAUF auf Bündner Wolle® und was ist der Unterschied von Daune zu Schafwolle?
Daune bietet eine sehr hohe Wärmeleistung bei geringem Gewicht. Wird sie jedoch feucht, verliert sie einen grossen Teil ihrer Isolationswirkung und benötigt länger zum Trocknen.
Schafwolle verhält sich anders: Sie isoliert auch dann zuverlässig, wenn sie Feuchtigkeit aufnimmt, reguliert das Körperklima auf natürliche Weise und kann Wasserdampf aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen. Gerade bei wechselhaftem Wetter oder bewegungsintensiven Touren ist das ein grosser Vorteil.
Für die Insulation 90 verwendet ROTAUF Bündner Wolle® – Schafwolle aus Graubünden, verarbeitet zu einer leistungsfähigen Isolierung. Sie verbindet natürliche Wärmeleistung mit hoher Funktionalität und trägt gleichzeitig dazu bei, eine regionale Ressource sinnvoll zu nutzen.
Ist Schafwolle wärmer als Daune?
Bei gleichem Gewicht erreicht hochwertige Daune meist eine höhere maximale Wärmeleistung.
Schafwolle überzeugt dafür mit anderen Eigenschaften: Sie bleibt auch in feuchtem Zustand funktional, gleicht Temperaturschwankungen besser aus und sorgt für ein angenehmes Körperklima.
Welche Isolierung die bessere Wahl ist, hängt deshalb vor allem vom Einsatzbereich ab.
Warum setzt ROTAUF auf Schafwolle als Isolationsmaterial?
Wir setzen auf Schafwolle, weil wir die Herkunft unseres Isolationsmaterials nachvollziehen können. Unsere Bündner Wolle® stammt von Schafen aus Graubünden und wird in der Schweiz verarbeitet. So wissen wir, woher das Material kommt und können die Wege vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt transparent machen.
Auch beim Tierwohl bietet Schafwolle für uns Vorteile. Wolle ist ein wertvollesNebenprodukt der Schafhaltung: Die Schafe werden für die Wollgewinnung geschoren und die Wolle wächst natürlich nach. Bei unseren Produkten verwenden wir Wolle von Schweizer Schafen und legen Wert auf nachvollziehbare und verantwortungsvolle Herkunft.
Bei Daune ist die Lieferkette deutlich komplexer. Sie stammt meist aus internationalen Lieferketten und fällt als Nebenprodukt der Fleischproduktion an. Zwar gibt es Standards, die Tierwohl und Rückverfolgbarkeit verbessern, die Herkunft und die Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette sind für Konsumentinnen und Konsumenten aber oft weniger direkt nachvollziehbar.
Wir sind von den Eigenschaften der Schafwolle überzeugt. Gerade beim aktiven Einsatz in den Bergen spielt sie ihre Stärken aus und bietet für uns klare Vorteile gegenüber Daune. Ein passenderes Isolationsmaterial können wir uns kaum vorstellen.
Zudem wissen wir woher es kommt, wie es gewonnen wird und wie transparent seine Herkunft ist. Mit Schafwolle nutzen wir gleichzeitig einen regionalen Rohstoff, der sonst verbrannt wird.
Wie setzen sich die Verkaufspreise von ROTAUF zusammen?
Der Preis eines ROTAUF Produkts entsteht nicht nur durch das Material. Er umfasst die Menschen, die es herstellen, die Qualität der Materialien, die Verarbeitung und die Zeit, die wir in Entwicklung und Produktion investieren.
Langfristige Partnerschaften: Wir arbeiten bewusst langfristig mit unseren Produktionspartnern zusammen. Vertrauen und faire Zusammenarbeit sind uns wichtiger als der günstigste Preis.
Faire Löhne und Arbeitsbedingungen: Die Menschen hinter unseren Produkten sollen unter fairen Bedingungen arbeiten und angemessen bezahlt werden.
Transparente Produktion: Wir wissen, wo unsere Produkte hergestellt werden und mit welchen Partnern wir zusammenarbeiten. Durch die enge Zusammenarbeit können wir Produktionsbedingungen direkt nachvollziehen und gemeinsam weiterentwickeln.
Belegbare Standards:Wo sinnvoll, zeigen wir anhand konkreter Standards, wie unsere Partner arbeiten. Bei Kirpte (Litauen) beispielsweise mit Higg FEM und FSLM.
Hochwertige Materialien und Verarbeitung: Wir wählen Materialien nach Funktion, Qualität und Langlebigkeit aus. Produziert wird dort, wo wir die gewünschte Qualität und Verarbeitung erreichen können, häufig in der Schweiz und Europa.
Langlebigkeit: Ein ROTAUF Produkt soll nicht nach einer Saison ersetzt werden. Wir entwickeln unsere Produkte so, dass sie lange getragen und wenn möglich repariert werden können.
Faire Preislogik: Unser Preis muss für alle Beteiligten funktionieren: für unsere Produktionspartner und ihre Mitarbeitenden, für unser Team und für dich als Kundin oder Kunde. Gleichzeitig muss ROTAUF wirtschaftlich gesund bleiben, damit wir auch in Zukunft hochwertige Produkte entwickeln und produzieren können.
Keine künstlichen Rabatte: Wir kalkulieren unsere Preise von Anfang an so, dass sie funktionieren. Deshalb müssen wir keine hohen Margen einrechnen, um unsere Produkte später dauerhaft mit grossen Rabatten zu verkaufen.
Wie wird aus Schurwolle ein Isolationsvlies und wo wird es produziert?
Aus der gesammelten Rohwolle entsteht Schritt für Schritt unser Isolationsvlies. Zunächst wird sie nach Farbe und Qualität sortiert und zu Ballen gepresst.
Vor der Verarbeitung wird die Wolle in traditionellen Betrieben in Belgien und England gewaschen.
Dort kennt man sich mit der schonenden Reinigung dieses kostbaren Rohstoffs aus. Die Wolle wird bei 70 Grad gewaschen und somit sterilisiert. Auch Pflanzenreste, Kot und Wollfett werden entfernt, um als Ergebnis eine saubere, weiche Füllung zu erhalten.
Die entstehenden Wollfasern werden danach in Bayern DE zu einem gleichmässigen Flor gelegt, mechanisch verfestigt und mit Schmelzfasern fixiert. So entsteht ein stabiles, voluminöses Isolationsvlies, das anschliessend noch gegen Verfilzen ausgerüstet und für eine bessere Waschbarkeit behandelt wird.
Für die Herstellung unseres Isolationsvlieses arbeiten wir mit Baur Vliesstoffe GmbH (Lavalan®) zusammen. Das dort vorhandene Know-how in der Wollverarbeitung ist entscheidend dafür, dass aus der Bündner Schafwolle ein robustes und leistungsfähiges Isolationsmaterial entsteht. Die Verarbeitung in spezialisierten Anlagen ermöglicht zudem eine effiziente und gleichbleibende Qualität.
Woher kommen die Schafe welche die Wolle für das Isolationsvlies (Bündner Wolle) liefern und wie sieht es bezüglich dem Tierwohl aus?
Die Wolle stammt von Schafen aus Graubünden. Die Tiere werden auf Berghängen und Alpenwiesen gehalten. Darunter sind viele kleinere Landwirtschaftsbetriebe mit wenigen Tieren, aber auch grössere Betriebe. Die Wolle wird von den Bauern zweimal jährlich in Disentis, Cazis und Scuol gesammelt und bei der Wollannahme von Swisswool erfasst.
Die Schafe werden je nach Betrieb ein- bis zweimal pro Jahr geschoren, typischerweise im Frühling und Herbst. Die Schur ist bei Wollschafen notwendig und dient gleichzeitig dem Schutz und Wohlbefinden der Tiere. Die Schweizer Tierschutzverordnung schreibt vor, dass Wollschafe mindestens einmal pro Jahr geschoren werden müssen. Frisch geschorene Tiere müssen zudem vor extremer Witterung geschützt werden.
In Graubünden gibt es sowohl konventionelle als auch Bio-Betriebe. Viele Schafe verbringen den Sommer auf der Alp. Dort können sie sich auf grossen Flächen frei bewegen und ernähren sich von den natürlichen Pflanzen der Bergweiden. Gleichzeitig tragen sie durch das Abweiden zur Pflege der alpinen Kulturlandschaft bei.
Transparenz und Tierwohl
Für ROTAUF ist entscheidend, dass wir die Herkunft unserer Wolle nachvollziehen können. Wir wissen, aus welcher Region sie stammt, wo sie gesammelt wird und wie sie anschliessend verarbeitet wird. So können wir den Weg der Wolle vom Schaf bis zum fertigen Isolationsvlies transparent machen.
Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind für uns relevant. Die Schweiz hat detaillierte Vorgaben für die Haltung und Pflege von Schafen. Dazu gehören unter anderem die mindestens einmal jährliche Schur, Anforderungen an den Witterungsschutz sowie Vorgaben zu Haltung, Wasser, Fütterung und Sozialkontakt. Das Schweizer BLV kontrolliert diese Anforderungen anhand eines eigenen Tierschutz-Kontrollhandbuchs.
So wird aus einem regional verfügbaren Rohstoff ein hochwertiges Isolationsmaterial. Die Wolle stammt von Schweizer Schafen, ihre Herkunft ist nachvollziehbar und wir geben einem Material, das sonst teilweise ungenutzt bleibt, eine neue Verwendung.
Quelle: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), Tierschutz bei Schafen.
Warum wird unsere Bündner Wolle in spezialisierten Betrieben in Europa verarbeitet?
Die Wolle unserer Schafe stammt aus Graubünden. Für die weiteren Verarbeitungsschritte arbeiten wir bewusst mit spezialisierten Partnern in Europa zusammen. Das hat vor allem zwei Gründe: die nötige Infrastruktur und das vorhandene Fachwissen.
Die Rohwolle muss zunächst gründlich gewaschen werden, um Schmutz, Pflanzenreste, Schweiss und Wollfett zu entfernen. Dafür braucht es spezialisierte Wollwaschanlagen. Solche Anlagen arbeiten in grossen Mengen deutlich effizienter als kleine industrielle Lösungen. Die von unserem Partner eingesetzten Betriebe sind auf die schonende Reinigung von Wolle spezialisiert.
Anschliessend wird die gewaschene Wolle bei Baur Vliesstoffe (Lavalan®) in Bayern zum Isolationsvlies verarbeitet. Das Unternehmen verfügt über mehr als 100 Jahre Erfahrung mit Wolle, davon über 50 Jahre in der Wollverarbeitung. Mit lavalan® wurde dort spezielles Know-how für waschbare Wollisolierungen für Outdoor-Bekleidung entwickelt. Gerade bei der Verarbeitung zu einem leichten, formstabilen und waschbaren Isolationsvlies ist diese Erfahrung entscheidend.
Trotz der Verarbeitungsschritte ausserhalb der Schweiz bleibt die Herkunft der Wolle nachvollziehbar: Sie stammt von Schafen aus Graubünden und wird entlang der gesamten Lieferkette bis zum fertigen Isolationsvlies zurückverfolgt. Die Verarbeitung findet innerhalb Europas statt und die Transportwege bleiben damit vergleichsweise kurz.
Gibt es verschiedene Wärmestufen und für welche Temperaturen sind die Jacken geeignet?
Wir arbeiten bewusst mit unterschiedlichen Wärmestufen, weil nicht jede Aktivität dieselbe Isolation braucht.
Unsere leichteste Füllung liegt bei 90 Gramm pro Quadratmeter, gedacht für aktive alpine Tage, wo man sich viel bewegt und nicht überhitzen will. Bei 120 Gramm pro Quadratmeter, unserer Swiss-Made-Linie, geht es um kalte Wintertage. Und unser Swiss-Made-Parka bringt es auf 250 Gramm pro Quadratmeter, für maximale Wärme bei richtig kaltem Wetter.
Die Grammangaben sind für uns keine Marketingzahlen, sondern richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf.
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